Die Art von PR von der du sprichst wird nicht von Wissenschaftlern
gemacht sondern von PR Strategen - ein Wissenschaftler setzt nicht
seinen Ruf für eine Schmierenposse aufs Spiel und lässt einen
PR-Fuzzi abblitzen. Natürlich muss die NASA an die Öffentlichkeit
gehen, von der wird sie schliesslich auch bezahlt, insofern steckt da
sicherlich auch ein PR-Gedanke dahinter. Der hat aber nur mit der
NASA zu tun und ist nicht gegen die ESA gerichtet. Die NASA ist
ausserdem nicht die US Regierung (nach einem Regierungswechsel wird
nicht das Personal der NASA ausgetauscht) und hättest du Recht, dann
würde die NASA etwa die deutsche Beteiligung am MER-Projekt unter den
Tisch fallen lassen. Das Gegenteil ist aber der Fall.
Im Übrigen ist der Rosetta-Start keine Sensationsmeldung, das Projekt
hat jetzt nur praktisch begonnen, mehr nicht. In 10 Jahren ist es
dann so weit, dass man sich Gedanken darüber machen müsste ob eine
Erfolgsmeldung der NASA dann nicht einzig dazu gedacht sein könnte,
anderen die Show zu stehlen. Es ist halt so: Auch die NASA muss ihre
Eisen schmieden wenn sie heiss sind. Und da das MER-Projekt jetzt
läuft kommen natürlich auch jetzt die entsprechenden Meldungen raus.
Für mich hat das übrigens einen positiven Effekt für die ESA: wenn
der Durchschnittsmensch (hier wie in den USA) davon hört, dass auf
dem Mars Spuren existieren die davon Zeugen dass es dort mal Wasser
gab, dann sehen diese Leute Missionen wie Rosetta auch mit weniger
Skepsis, weil sie erkennen, dass Raumfahrt zu interessanten
Entdeckungen führen kann.
N.
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