Re: Mondflug-Zweifler - NASA will mit “Orion” zum Mond reisen
Mai 23rd 2008 @ 7:02 am Allgemein

> Was, ehrlich? Dafür muss man Geologie studiert haben? Schick mich
> zwei mal an die Nordsee, zwei mal an die Ostsee und ich schaffe das
> bestimmt auch! :o)
Beweise du mir lieber vorher, dass es sich überhaupt lohnt, dich dort
hin zu schicken. Beweise mir ausserdem, dass du wirklich die Steine
unterscheiden könntest, ausserdem solltest du mir *vorher* schlüssig
beweisen, dass das für dich überhaupt einen Unterschied machen würde
> Trotzdem ist das keine Antwort auf meine Frage, ob diese “Experten”
> wirklich zu 100% sagen können: diesen Stein kann es niemals auf der
> Erde geben.
Falsche Fragestellung, die korrekte Frage wäre nicht, zu beweisen,
dass es solches Gestein nicht auf der Erde geben könnte, sondern zu
beweisen, dass das Gestein vom Mond kommt. Und dieser Beweis wurde
getätigt, durch Gegenproben von anderem Mondgestein.
Ich habe eher die Vermutung, dass du in Wahrheit ein bezahlter
russischer Agent bist. Kannst du beweisen, kein russischer Agent zu
sein? Ein Terrorist oder Ausserirdischer ist schliesslich auch nicht
ausgeschlossen, vielleicht sogar alles zusammen, ein ausserirdischer
russischer Terroristenraubkopierer. Kannst du schlüssig beweisen,
keiner zu sein? Wenn nein, dann ist die Sache klar, du bist einer,
denn es ist schliesslich möglich, dass du einer bist. Nein, komme mir
jetzt nicht mit Wahrscheinlichkeiten, wenn es so unwahrscheinlich
wäre, dass du ein ausserirdisch-russischer Terroristenraubkopierer
bist, hättest du das doch ganz einfach belegen können, also ist es
sehr wahrscheinlich, dass du einer bist. Na, merkst du was?
> Es ist auch keine Antwort auf meine Frage, ob absolut zweifelsfrei
> ausgeschlossen werden kann, dass ein Stein so manipuliert werden
> kann, dass er wie Mondgestein aussieht.
>
> Stattdessen halte ich nach wie vor mit meinem Gemälde dagegen: erst
> mit modernster Technik und den verschiedensten Verfahren schafft man
> es, zweifelsfrei zu beweisen ob ein Gemälde oder ein Dokument echt
> ist und auch auf die richtige Zeit datiert werden kann oder nicht.
> Und wenn die Fälscher damals, vor ein paar Jahrhunderten, schon so
> gut waren, dass man eben diese Gegenstände mit modernsten (!) Mitteln
> untersuchen muss, wie ist das ganze dann erst bei etwas “trivialem”
> wie einem Stein? Aha!
Mit anderen Worten: du weisst nichts über das Thema, aber rätst erst
mal frei herum und definierst das Problem als “trivial”, ohne dafür
einen Geologen zu konsultieren. Jetzt ist es an mir, zu sagen: Aha!
Nun, ich bin auch kein Geologe, aber ich bin mir wenigstens dessen
bewusst, dass das Thema alles andere als trivial ist, denn im
Gegensatz zu deinem Glauben ist “Stein nicht einfach gleich Stein”
Weisst du, ein zentrales Element der Mondverschwörer, und auch bei
dir, ist, davon auszugehen, dass die Beweislast immer bei anderen
liegen würde. Du versteifst dich darauf, dass es für dich absolut und
zweifelsfrei bewiesen werden muss, dass das Gestein nicht künstlich
erstellt werden kann. Das ist leider die völlig falsche Sichtweise,
denn es wäre eigentlich deine Aufgabe, deine Behauptungen auch
irgendwie zu untermauern. Du versteifst dich auf ein “aber die hätten
vielleicht auch…”, und aus diesem “hätten vielleicht” wird dann im
selben Athemzuge ein “…dann haben die bestimmt auch”. Das ist
fehlerhafte Logik. Dass das Gestein vom Mond stammt, wurde in so fern
hinreichend bewiesen, als dass die Proben im Aufbau und Struktur
plausibel und mit Proben aus anderer Quelle vergleichbar waren. Der
erste Schritt ist damit getan, jetzt liegt es an den Zweiflern, zu
kontern, und zwar nicht mit irgend welchen Vermutungen. “Sie hätten
es aber fälschen können” ist keine Wiederlegung, im Gegenteil, sie
hätten es nicht, denn es bestand erst ein Mal keine Notwendigkeit für
eine Fälschung. Ebensowenig bestand eine Basis für eine Fälschung,
denn man wusste (und weiss bis heute) immer noch nicht alles über das
Gestein, um es wirklich zweifelsfrei fälschen zu können und das
Risiko zu minimieren, dass die Fälschung irgendwann mal auffliegen
könnte. Nicht, so lange man durch die Mondflüge Zugriff auf 100%
echtes Material hatte. Denn nur auf diese Weise kann man selbst mit
einem geringen Wissenstand über die exakte Zusammensetzung von
Mondgestein (und auch deren Fälschungsweise) sicher sein, dass die
Proben auch mit zukünftigen übereinstimmen würden (Übrigens ein
weiteres Beispiel für die Unlogik der Mondlandungsgegner, die dann
für solch einen Fall das haarsträubende “Argument” hervorbringen,
dass dann halt die russische, japanische, chinesische, europäische,
wasauchimmer Raumfahrtbehörde wiedermal bestochen wurde, um nicht zu
enthüllen, dass ihr Gestein eine ganz andere Zusammensetzung hätte)
Das ist das Problem bei dieser ganzen Diskussion: die eine Seite hat
etwas Handfestes, was vielleicht die besonders vehementen Zweifler
zwar nicht 100% überzeugt, aber die andere Seite hat nichts ausser
Zweifeln. Die Sachlage ist klar: die Seite der Befürworter hat hier
erst mal garnichts mehr zu beweisen, ihre Beweislage ist hinreichend.
Es ist an der Seite der Zweifler, ihren Zweifeln etwas Fundiertes
hinzuzufügen, kein “aber es könnte doch…”, sondern ein “es musste
so sein, weil…”, denn ansonsten wäre diese ganze Affäre mit den
Zweifeln und “die anderen sollen erst mal beweisen, dass es echt war”
ein unendlicher Kreislauf, denn dann könnte man ja auch erst mal auf
die selbe Weise kontern und Zweifel an deinen Zweifeln anmelden, du
mögest doch erst mal beweisen, dass Zweifel angebracht seinen, wonach
dann gleichsam Zweifel an den Zweifeln der Zweifel angebracht wären
und so weiter… Das ist kein Kreislauf der Zweifel, es ist, sorry
für’s Wortspiel, eher ver-zweifelnd.

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