reisen nochmal zu präzisieren, die Sachlage präsentiert uns nach
meinem Dafürhalten drei Möglichkeiten:
1. Es gibt “sie”, aber interstellares Reisen ist unmöglich (technisch
nicht realisierbar, egal mit welchem Aufwand).
2. Es gibt “sie” nicht, aber interstellares Reisen ist möglich. Dann
könnten wir zwar zwischen den Sternen reisen, nur gäbe es niemanden,
den wir besuchen könnten.
3. Es gibt “sie” nicht, und interstellares Reisen ist unmöglich.
Jede dieser drei Möglichkeiten ist nicht nur damit kompatibel, dass
wir bislang mit “ihnen” keinen Kontakt hatten, alle drei
Möglichkeiten schließen auch für sämtliche Zukunft aus, dass wir
jemals mit “ihnen” direkten Kontakt haben werden. Damit ist die
Frage, welche man bevorzugt, rein akademischer Natur.
Übrigens ist die Übertragung des Lebens auf andere Planeten in
anderen Sonnensystemen bereits heute für uns im Rahmen des technisch
Möglichen - sie ist nur extrem unwahrscheinlich. Zumindest, wenn es
Sporen geben sollte, die 30.000 Jahre überdauern. In diesem Fall
bräuchten wir nämlich nur eine Sonde mit ausreichender
Fluchtgeschwindigkeit in die Weiten des Alls zu entsenden - es ist
nicht ausgeschlossen, dass sie irgendwann in die Atmosphäre eines
fernen Planeten eintreten wird, der für die an der Sonde haftenden
Bakteriensporen ausreichende Lebensbedingungen bietet. Auch hier
wieder die Frage: Wo bleiben die Sonden der Aliens? Egal, ob die
Reise nun 30.000 oder 300.000 Jahre dauert, unsere Voyager-Sonden
werden ja auch irgendwann andere Sterne erreichen. Allerdings muss
ich einräumen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass uns eine solche
Forschungssonde “zufällig” über den Weg läuft, äußerst niedrig liegt,
selbst wenn sehr viele davon ausgesandt worden sein sollten.
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